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Vom Sinn und Unsinn der ‘Schwanzlängenvergleiche’

Freitag, 24.02.2012

LinkedIn vs. XING 2012 bleibt in Österreich eine Diskussion, die im Schatten des Facebook Elefanten geführt wird

XING & LinkedIn - Die besten Erfolgsstrategien im Business-Networking - DATA BECKERWow war ne echt coole Woche. Eine weitere österreichische NGO ist in den Facebook Startschuhen! Dem Social Media Manual (Guideline) und der dahinter steckenden Strategie könnte man die Überschrift geben “Empower people for collaboration”. In anderem Zusammenhang fand gestern ein Kick-Off-Treffen zur Frage statt, ob und wie man Maßstäbe der Gemeinwohl Ökonomie als Qualitätskriterium für die Beratung in Social Media anwenden könne. Passt!

‘Schweinsgaloppieren &  Schwanzlängenvergleichen’

Wir waren uns einig. Ein großer Teil an Social Media Interessierten EPU’s und KMU’s ist so sehr mit der Basis der maslowschen Bedürfnisspyramide beschäftigt, dass Ihr Hoffen kaum um die marktschreierischen Schweinsgalopp (Artikel) Gurus herum kommt, welches zu gern schnelle Umsätze mittels dem Allheilmittel Social Media erwartet, um dem nächsten Burn Out in die Arme zu rennen.

Verlassen Sie sich auf Ihren Bauch, eigenen Impuls und Hausverstand

Im Zusammenhang mit dem Social Media Schweinsgalopp (wie Michaela Schara es nennt) ist es auffallend, wie viele Frauen durch permanentes Vormachen (fast schon übernatürlich anmutender 24h Präsenz) eine Vorbildfunktion erfüllen, die eine eigentlich männerdominierte Wettbewerbs(hamstrad)spirale aus ewigem Vergleichen wie “Der ist besser”, “Der kann mehr”, “Du bist Erfolgreich, wenn Du das so schaffst”, die Plattform ist besser weil “sie länger breiter, visueller Punkt.Punkt.Punkt ist”, “Wer nicht auf GooglePlus, Facebook, XING, LinkedIn, Pinterest, Quora, Foursquare, Qype, Wer-kennt-Wen und so weiter ist hat keine Chance in der Zukunft”, im Laufen halten. Ich rate allen ab sich auf ‘Penisneid’ oder ‘Schwanzlängenvergleiche’ einzulassen. Womit ich bei meinem eigentlichen Impuls für den Titel angekommen bin.

LinkedIn vs. XING, ist eine andere ‘männliche’ Wettbewerbsspirale

Wie ich vergangene Woche schon festgestellt habe, ist sie XINGseits hausgemacht und absolut unnötig. Unnötig, weil die letzte BITKOM-Studie belegt, dass die 100% auf Business fokussiert sind auf XING nur 55% ausmachen. Die einzig spannende Diskussion zum WARUM, entwickelte sich übrigens in der LinkedIn-Gruppe XING Germany. Eine Antwort auf das WARUM 45% der befragten XING Mitglieder nicht zu 100% auf Business fokussiert sind, könnte sein: “Der hohe Anteil an FreiberuflerInnen, EPU’s und KMU’s trennen Privat und Beruflich nicht in dem Maße wie typische Angestellte.”

Das LinkedIn ‘Sortiment’ ist tief ~ Das XING ‘Sortiment’ ist breit

Stephan Koß (winke winke) stellt immer wieder Wettbewerbsvergleiche der Sortimentstiefe (Wikipedia Begriffserklärung aus dem Handel) beider Anbieter auf Basis der Unternehmensprofildaten zur Verfügung. Dabei sieht XING regelmäßig schlecht aus, weil Stephan regelmäßig 2 unterschiedliche Paar Schuhe vergleicht.(siehe Vergleich 1, Vergleich 2, Vergleich 3)

Vor dem Hintergrund der BITKOM-Studie wird offensichtlich, dass aus Nutzersicht 100% Business (LinkedIn) mit 55% Business (XING) verglichen werden. Als alter Händler, der auch sein aktuelles Buch mit Bildern aus dem Einzelhandel aufbaut, ist es so, als wenn ich einen Großfachhandel (im Falle LinkedIn’s globale HumanResources) mit einem breit sortierten Kaufhaus (im Falle XING’s EPU’s, KMU’s und Konzerne) vergleiche. Oder übertrieben ausgedrückt, einen Baumarkt mit einem Kaufhaus gegenüberstelle.

Ich bin unbefriedigt, wenn Äpfel mit Birnen verglichen werden

LinkedIn vs. XING - Anzahl der Unternehmensprofile KW 08/2012Vergleiche (größer, breiter, schneller, länger) führen auch zu einem Wettbewerb, der nicht immer in Qualität mündet.

Im Falle XING’s sowohl das Unternehmen selber, als auch den Teil der Kunden, die derzeit die größte Wertschöpfung über Mitglieds-Beiträge bringen, vom ursprünglichen Wesen derPlattform und einer der Kernqualitäten des Mitgliedernutzens ablenken.

XING ist Business Diversity in D-A-CH

Diversity der Unternehmensgrößen, Mitgliederinteressen und Wünsche der Menschen!

Der angezettelte Wettbewerb 55% pures Businessinteresse der XING Mitglieder gegen 100% pures Businessinteresse der LinkedIn-Mitglieder antreten zu lassen, ist eine Art von Schweinsgalopp, der das Interesse von 45% der XING Mitglieder aufs Spiel setzt. Ich glaube nicht, dass diese 45% sich auf LinkedIn stürzen werden. Jedenfalls findet man in den einschlägigen Gruppen der XING-nicht-HR-interessierten-Powernetzwerker nicht annähernd die Intensität der XING-Kommunikation. Wahrscheinlicheres Szenario könnte noch mehr Abwanderung der persönlichen Energie auf Facebook sein.

Diese 45% Mitglieder haben mehr Beachtung in Hamburg verdient

LinkedIn vs. XING - Social Media AustriaBetrachtet man die sehr EPU und KMU-lastige Social Media Szene in Österreich, ist der Trend seit Spätsommer 2011 sehr eindeutig. Seit Jahresanfang ist das Social Media Multiplikatorenwachstum auf LinkedIn sogar 130% höher als auf XING. (siehe wöchentliche Übersicht). Die Gefahr, die ich persönlich sehe, ist dass der derzeitige XING Slogan den 45% Menschen noch mehr das Gefühl, auf XING nicht richtig aufgehoben zu sein.

Persönliches zählt und Berufliches ergibt sich!

Das Buch, dessen Early-Preview Sie ganz oben im Artikel sehen, ist aus dem Blickwinkel dieser Business-Diversity geschrieben. Also der Breite, in der HR und Konzerne nur zwei von vielen Aspekten darstellen.

Der Blog ist nicht das Buch, er ist meine persönliche Meinung und öffentlich-persönliche Auseinandersetzung mit meinem Erleben in der Social Media Welt, daher auch bewusst emotional -manchmal auch drastisch- geschrieben.

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