“Man kann nicht nicht kommunizieren” Paul Watzlawick
Finden Sie es erstaunlich, dass 50 Plus zu 60% in Social Networks vertreten sind?
Vorgestern las man eine Studie der BITKOM (Quelle: Pressetext) demzufolge es in den vergangenen 2 Jahren einen Zuwachs von 23% unter den ‘Senioren’ (räusper räusper) gegeben hat.
Also ich bin Jahrgang 1965 (puuh Glück gehabt, noch kein Senior ) und seit 2005 aktiv in sozialen Netzwerken unterwegs. Schaue ich um mich herum, so muss ich feststellen, dass die überwiegende Anzahl der Menschen mit denen ich seither zu tun hatte, ungefähr meines Alters sind und sehr viele auch älter sind. Unter meinen Kunden zählen 41% zu den über 50-jährigen (siehe: Digitale Immigranten). Die von mir betreuten Fanpages hatten Ende 2010 43,3% über 45-jährige Mitglieder. (Leider ist dort die Alterszuordnung anders)
Laut Statistik.at macht die Zielgruppe 50-69-jähriger in Österreich 2.014.847 EinwohnerInnen aus Weiterlesen …
Erst 3 Wochen ist die Übersicht der Twitterfunktionen auf LinkedIn jung. Und schon gilt das, was ich als einen der Hauptvorteile ansah, eigentlich nur noch bedingt. Grundsätzlich empfinde ich die auf LinkedIn sehr übliche Unart, seinen Twitter-Feed in einen 2 ‘Kulturraum’ automatisiert einzulesen, so, als wenn mir jemand vor die Füsse ‘kotzt’ …
… wahrscheinlich hab ich nur eine zu empfindliche Nase. Aber schauen Sie selber … Weiterlesen …
Wann wird es endlich möglich sein, dass ein Kulturstaatsminister sagen darf “… ich bin ein Digitaler Immigrant und muss mich informieren, bevor ich etwas sage …” Ungefähr so, wie man von Ausländern erwartet, dass man Deutsch kann.
Warum fällt es uns Menschen nur so schwer zu sagen, dass wir etwas nicht verstehen?
Am Vortag unserer letzten XING-Trainerkonferenz war es soweit. Die Standardkontaktanfrage über die ich mich nun zu Genüge ausgelassen habe (Link) wurde deaktiviert. Statt dessen trudeln jetzt immer mehr ganz Leere Kontaktanfragen ein. Oliver Gassner XING-Trainerkollege in Baden-Württemberg, nahm das Kontaktgebahren zum Anlass -welches meiner Meinung nach wenig mit XING an sich zu tun hat, sondern mehr mit der zunehmenden Facebookisierung des virtuellen Netzwerkens- plastisch unter dem Sub-Titel “Warten auf Godot” vor unsere Augen geführt.
Seit Monaten beschäftigt mich das Finden von Fairständnis für diese neue Inhaltsleere im Networking
Einen Tick anders als Oliver verwende ich (auch um im Vergleich von Facebook & XING die generellen Vorgehensweisen der Kommunikation abzugrenzen) immer wieder das Bild von XING Director Community Stefan Kunze, dass man die Menschen auf Facebook überwiegend in der “Badehose” antrifft. Nun stellen Sie sich eine Urlaubs-, Golfplatz-, Beisl-, Theater- oder Partysituation vor. Sie sitzen privat irgendwo, fühlen sich einfach wohl. Denken, Reden, Diskutieren über alles. Nur eines sind Sie nicht. Nicht in Stimmung zum Einkauf eines Produktes, Dienstleistung oder Ähnlichem. Und dann käme ich daher, würde Ihnen meine Visitenkarte hinhalten, um direkt und gerade heraus Ihre (nebst Telefon- und Handynummer, E-Mail-Adresse und am besten noch gleich den Geburtstag dazu) Visitenkarte haben wollen.
Im realen Leben würden die, die nicht individualisierte Kontaktanfragen versenden, das niemals tun
Ich schaue mir die Profile sowohl auf Facebook, als auch auf XING alle an. Das sind meistens ganz normale Menschen wie Du und ich. Nur wenige sind so wesentlich älter oder jünger als wir selber. Die Wahrscheinlichkeit, dass wir mehr oder weniger eine der Zeit angepasste gute Erziehung genossen haben, ist sehr sehr hoch.
Die zwischen 1940 – 1970 geborene Generation hat/konnte Social Media Kommunikation noch nicht lernen