Social Media ein virtueller nichtörtlicher Raum und doch mit allem Verbunden
the(f)inder.net – unendliche Weiten – wir schreiben das Jahr 2012 …
… das Traumschiff Surprise mit seiner bald 3 Milliarden Menschen großen Besatzung ist viele Jahre lang unterwegs, um neue Welten zu erforschen, neues Leben und neue Zivilisationen. Viele Lichtjahre vom realen Raum entfernt, dringt die Surprise in Netze vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.
Ein Sonntagsblick auf den virtuellen Raum
Jeder hat es schon einmal gehört “Alles ist mit Allem verbunden”, aber es hört sich schon ein wenig spuky an, denn bisher kam dieser Satz aus der spirituellen Ecke. Doch spätestens seit Lars Hinrichs durch Stanley Milgram’s Theorie “jeder kennt jeden über 6 Ecken” inspiriert die Businessplattform openBC (heute XING) gründete (siehe Corporate XING Press review), ist die Verbundenheit aller Menschen miteinander auch im deutschsprachigen Raum hoffähig geworden.
Das Phänomen Facebook macht uns unsere virtuelle Verbundenheit eindrücklich sichtbar
Derweil ist wissenschaftlich bewiesen (Quantenlehre), dass jenseits unserer physischen Welt Verbundenheit auf einer Ebene besteht, die wir nicht bewusst wahrnehmen können. Alles, was für uns als feste Materie erscheint wird im Grunde genommen durch eine Energiesuppe (leerer Raum) zusammengehalten. Wir sitzen an unseren Rechnern in unserem jeweiligen Raum, mit unseren jeweiligen Befindlichkeiten und kommunizieren miteinander, ohne dass es eine (zumindest für mich) materiell angreifbare oder intellektuell fassbare ‘echte’ Verbindung gäbe.
Namaste – Willkommen im Social Media Network Adventure
Ich weis nicht, ob es Ihnen auch schon aufgefallen ist, dass man oft Menschen, Themen oder Situationen in den Sozialen Netzwerken trifft, die in direktem Zusammenhang mit dem stehen, womit Sie sich gerade beschäftigen. Auch geschieht es mir immer häufiger, dass ich zu Themen blogge, die (zufällig oder nicht) gerade den Punkt derer treffen für die es wichtig ist. So waren es in den letzten 10 Tagen:
- Das WARUM als wichtigste Zieldefinition führte zu einem neuen Strategie Auftrag
- Pinterest das Social Network für den Handel zeigte mir den Weg zu meinem Branchenfokus
- Klout [Zeit] Klau …!? half dabei, dass bestimmte Kontakte sich in Luft auflösten
- Das Neue LinkedIn Profil, fand ich als ich eine Buch Rezension in den Blog eintrug
- 52% der SM Nutzer älter als 35 Jahre alt löste über 30 Tweets & Gewissheit meiner Zielgruppe aus
Ist Social Media ein Werkzeug um Verbundenheit oder Unverbundenheit zu zeigen?
In einem völlig anderen Zusammenhang (Rankings in Social Media) schrieb die Medienwissenschafterin Jana Herwig in DieStandard.at: “Darstellungsweisen wie Rankings lenken die Aufmerksamkeit auf die Spitze des Eisbergs und ignorieren, dass Netzmedien alle Beteiligten des Netzwerks als Resonanzkörper brauchen.” Ohne Resonanzkörper (ZuhörerInnen, LeserInnen, Likerinnen aber auch DislikerInnen) also ohne Verbundenheit über ein materielles nicht greifbares Thema, kann keine Resonanz entstehen.
Social Media macht bei Menschen und Unternehmen Unsichtbares sichtbar
Das Motiv meiner potentiellem Kunden sich mit Social Media zu beschäftigen ist fast immer folgende Erkenntnis: “Wir haben begriffen, dass Social Media als Phänomen nicht mehr wegzudenken ist. Deswegen wollen wir als Teil der ‘neuen’ Kommunikation wahrgenommen werden.” Nach ersten Gesprächen teilen sich diese in 2 Gruppen auf:
- Diejenigen, die Social Media als “wir machen eine Facebook-Seite” verstehen und dabei bleiben
- Diejenigen, die bereit sind Social Media als Unternehmensentwicklungsprozess zu sehen und anzunehmen
Gruppe (1) vertschüsst sich relativ schnell, da es genug Anbieter gibt, die einen Auftrag auch dann annehmen, wenn das WARUM eines Produkt xy-ungelöst in Social Media oder das Web einzubringen ungeklärt bleibt. Oder keine Bereitschaft besteht sich mit den 4 Web-Basics (Ziele & Strategie, Inhalte & Content, Nutzung & Verfügbarkeit, Suchmaschinen) auseinanderzusetzen, die einen Social Media Auftritt mit “Verbundenheit” ermöglichen. Gruppe (2) ist bereit sich auf einen Prozess einzulassen, der den Bogen zur Verbundenheit spannt.
Social Media zeigt ganz schnell den eigentlich drückenden Unternehmens Schuh
Noch vor 2 Jahren hätte ich nicht erwartet, dass die Beschäftigung mit den Grundsätzen des Funktionierens des virtuellen Raums automatisch auch eine Verbindung zwischen der Unternehmensrealität und seinen internen Kommunikations, Visions- und Strukturproblemen herstellt. Bei menschlichen virtuellen Begegnungen war es mir schon immer klar, weil ja mindestens zwei Menschen materiell in einem Raum sitzend durch den Äther (kommunizierend) miteinander verbunden sind. Auch habe ich mich oft genug mit virtuell-realen Emotionen auseinandersetzt bzw. fängt meine eigene Social ‘Bollywood’ Media Story (Anonymes Kennenlernen meiner Frau vor bald 7 Jahren) so an.
Dass sich ein solcher Effekt auf ein komplettes Unternehmen auswirkt, selbst dann wenn es nicht aktiv in Social Media tätig ist zeigt die tatsächliche Tragweite ‘nichtörtlichen Raumes’. Sie mag zwar theoretisch logisch sein, doch braucht es einige Jahre Erfahrung die Theorie in wirksame Praxis zu verwandeln.
Social Media findet statt. Wenn Sie sich nicht verbinden, dann tun es Andere (für Sie) und Sie wissen ja, man kann nicht nicht kommunizieren
Tags: philosophisches











23. Oktober 2012 | 11:03
Wow!
23. Oktober 2012 | 11:35
Danke. Das WOW geht runter wie Wasser!
17. März 2013 | 12:26
Klasse Artikel,
Es wächst auch zusammen, was zusammen gehört. Wer sich mit “esoterischen” Themen unvoreingenommen auseinandersetzt, kommt zwangsläufig auf diese Erkenntnisse.
Sehr schön auf den Punkt gebracht lieber Michael!
Danke
17. März 2013 | 13:18
[...] Social Media macht Unsichtbares sichtbar Jeder kennt Jeden über sechs Ecken – Warum Social Media Unsichtbares sichtbar macht [...]
17. März 2013 | 20:56
Ja, das ist gut beschrieben. Danke. Es ist mitunter schwer zu vermitteln. Gerade Menschen, die mich beauftragen, “jetzt mal was mit dem Internet und dem Social Dings” zu machen. Es ist Prozessarbeit, lernen. Schwer für Menschen, die nur ergebnisorientiertes Tun kennen und gleich Ergebnisse wollen. Dabe i geht es um Bewusstseinsentwicklung. Um Beschäftigung mit Werten, Haltungen, Glaubenssätze n und Identität.
19. März 2013 | 17:31
Danke für das Teilen dieser interessanten Gedanken und Anregungen. Ich bin gerade dabei, meine eigene Homepage zu erstellen und diese Site hat mir gute Inspiration gegeben.
25. März 2013 | 14:06
habe ich sofort geteilt, das ist so gut geschrieben. Danke
26. März 2013 | 07:51
Guten Morgen Maurice,
ja es ist BewusstSeins Arbeit. Das Internet ermöglicht uns es zu tun oder zu lassen. Spannend finde ich, dass auch auf der harten Ebene alle Fakten vorliegen, die beweisen, dass der alte Weg nicht mehr geht. (Nur 10% vertrauen Markenwerbung 70% Empfehlungen von Freunden) Aber offenbar ist es wie bei mir mit dem Rauchen. Alte Muster halten mich noch fest, wie andere in anderen Prozessen. Jeder hat andere Aufgaben und Muster die für manche Dritte befremdend erscheinen mögen.
Anbei ein tolles Video von Dr. Deepak Chopra, in dem er toll beschreibt, WARUM Computer uns verbinden; Sie sind nichts anderes, als eine Erweiterung unseres neuronalen Nervensystems